Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur e.V.

Jahrestagung 2017 in Zittau / Hirschfelde

Termin: 01. bis 03. September 2017
Veranstaltungsorte: Kraftwerk Hirschfelde / Internationales
Begegnungszentrum St. Marienthal

Weitere Informationen werden ab Januar 2017 verfügbar sein.

IV. Seminar der Aula "Management+Gestaltung des Architektonischen und Industriellen Erbes"

Termin: 15./17. Februar 2017
Veranstaltungsort: Universidad Politécnica de Madrid / Fundación ACS
Thema: Agroindustrie - Landschaften und Kulturerbe der Lebensmittelindustrie
Programm

Authentizität und industriekulturelles Erbe – Identitäten, Grenzen, Objekte und Räume

Termin: 27.04.2017 – 29.04.2017
Veranstaltungsort: TU Bergakademie Freiberg in Sachsen
Deadline: 28.08.2016
Call for Paper
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Tagungen.

Technikgeschichte als Vorbild moderner Technik

In dieser Schriftenreihe werden wichtige Themenbereiche der Naturwissenschafts- und Technikgeschichte wissenschaftlich fundiert und allgemeinverständlich dargestellt.

Eine Übersicht der bisher erschienenen Hefte finden Sie unter Publikationen und/oder im Bestellformular.

Georgius Agricola (1494–1555)  Georgius Agricola (1494–1555)

Vereinsziel: Forum für Technikgeschichte und Industriekultur

 

Die Georg-Agricola-Gesellschaft (GAG) wurde 1926 im Zusammenhang mit der Neuübersetzung des Werkes „De re metallica“ von Georgius Agricola (1556) gegründet. Bereits damals engagierte sie sich zusammen mit dem Verein Deutscher Ingenieure, dem Deutschen Museum München und dem Bund Deutscher Heimatschutz bei der Erfassung und Dokumentation „Technischer Kulturdenkmale“ in Deutschland.

Seit den 1950er Jahren wandelte sich die GAG zunächst in eine Fördergesellschaft für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik. Im Rahmen des strukturellen Wandels innerhalb der deutschen wissenschafts- und technikhistorischen Gesellschaften konzentrierte sie sich seit Beginn des 21. Jahrhunderts dann zunehmend auf die Schwerpunkte Technikgeschichte, Industriearchäologie und Industriekultur. Mit ihrer Umbenennung in „Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur“ im Jahre 2014 trug sie diesem Wandlungsprozess Rechnung.

Die GAG versteht sich heute als ein Forum für alle Interessenten, die sich professionell oder ehrenamtlich für die Erforschung, den Erhalt und die Pflege historischer Sachzeugen der Technikgeschichte und Industriekultur engagieren. Sie unterstützt diese Zielsetzung durch die Vergabe des „Nachwuchspreises der GAG“ sowie des „GAG-Preises für Industriekultur“.

 

Verwendung der Mitgliedsbeiträge:

Die finanziellen Beihilfen dienen u.a.:

  • der Produktion der Schriftenreihe Die Technikgeschichte als Vorbild moderner Technik (Silbergraue Hefte) und ihrer kostenlosen Abgabe an die Mitglieder; Verkauf über die Geschäftsstelle und den Buchhandel
  • der Finanzierung des kostenlosen Bezuges der Zeitschriften Industriekultur oder Kultur & Technik für alle Mitglieder
  • der Veranstaltung der Jahrestagungen, jeweils mit Mitgliederversammlung
  • der Vergabe des Nachwuchspreises in den Kategorien Habilitation / Dissertation sowie Master / Bachelor
  • der Vergabe des GAG-Preises für Industriekultur

Geschichte: Vom "Vater der Mineralogie" zur heutigen wissenschaftlichen Gesellschaft

Georgius Agricola (1494–1555) war ein sächsischer Humanist von europäischem Rang. 

Der „Vater der Mineralogie“ verband interdisziplinäres Wissen mit realistischer Naturbetrachtung auf historischer Grundlage. Der Arzt und langjährige Bürgermeister von Chemnitz bereicherte entscheidend das Geistesleben der Renaissance und gilt auch als „Vater der Montanwissenschaften“.

1556  In Basel erscheint sein Hauptwerk „De re metallica libri XII“ in lateinischer Sprache, das erste Handbuch der Technik.

1926  In München gründen Oskar von Miller, Schöpfer des Deutschen Museums, und Conrad Matschoß, Direktor des Vereins Deutscher Ingenieure und Nestor der deutschen Technikgeschichtsschreibung, die Georg-Agricola-Gesellschaft beim Deutschen Museum. Erstes Ziel der Gesellschaft ist die Herausgabe der ersten modernen deutschen Ausgabe von Agricolas Hauptwerk.

1928  In Berlin erscheinen die “Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen”, wissenschaftlich betreut von der Bergakademie Freiberg und mit großzügiger Unterstützung durch die deutsche Industrie. Danach fördert die Gesellschaft u.a. die Erhaltung von Denkmälern der Technik. Eine geplante Stiftung, um “auch weiterhin das Ansehen der Technik zu fördern”, kommt aufgrund der politischen Verhältnisse jedoch nicht zustande.

1960  In Düsseldorf konstituiert sich beim Verein Deutscher Ingenieure - unter maßgeblicher Beteiligung des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine e.V. und der Montanindustrie - die „Georg-Agricola-Gesellschaft zur Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik e.V.“: Die Georg-Agricola-Gesellschaft ist damit eine der ältesten Einrichtungen der Forschungsförderung in Deutschland.

2001  75 Jahre Georg-Agricola-Gesellschaft

2007  Die Gesellschaft verlegt ihren Geschäftssitz nach Freiberg.

2010  Auf der Jahresversammlung wird im Rahmen einer Satzungsänderung beschlossen, die Förderung der Industriekultur in den Vereinszweck aufzunehmen.

2016  Änderung des  Namens der Georg-Agricola-Gesellschaft zur Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik e.V. in Georg-Agricola-Gesellschaft für Technikgechichte und Industriekultur e.V.